Tee

Nach Wasser ist Tee das am meisten konsumierte Getränk der Welt. Aber es ist noch weit mehr. Im Laufe seiner Geschichte war es Bestandteil unterschiedlichster Hochkulturen und birgt bis heute große Geheimnisse in sich. Es war und ist Medizin und Genuss zugleich, Lebensgefühl und ebenso Nahrung, Alltag und trotzdem Ausstieg aus der Routine. Kein anderes Getränk hat über die Grenzen von Raum und Zeit hinweg solche Faszination entfaltet.

Die Wiege

Die Wiege des Tees liegt in China. Im Jahr 2737 v. Chr. soll Kaiser Chen Nung zufällig den Tee entdeckt haben. Der Legende nach hat er unter einem Baum gesessen, als ein Blatt von einem wild wachsenden Teestrauch in seine Schale mit heißem Wasser fiel. Wahrscheinlich wurde Tee aber schon vor etwa 5000 Jahren kultiviert. Dieser diente lange Zeit nur als Arzneimittel. Seinen Zug um die Welt begann der Tee 552 n. Chr., als buddhistische Mönche ihn von China nach Japan brachten.

Der lange marsch

Den langen Weg nach Europa schaffte der Tee erst 1610, als er durch die Holländisch- Ostindische- Compagnie über Amsterdam eingeführt wurde. Danach vergingen noch einmal 47 Jahre, bis in London das erste Teehaus seine Pforten öffnete. Über Holland kam der Tee Mitte des 17. Jahrhunderts nach Deutschland zu den Ostfriesen, die sich 1778 erfolgreich gegen eine Verbot des Teekonsuns von König Friedrich II. zur Wehr setzten. Vielen Dank dafür.

38°

Teepflanzen gedeihen im subtropischen bis tropischen Gürtel rund um den Äquator – genauer gesagt zwischen 38° N und 38° S. Die Gebiete zeichnen sich durch die Charakteristika tropischer Regenwald, tropische Savanne und Sommerregen aus. Die Teesträucher wachsen auch in höheren Lagen von bis zu 2.500 m. Neben dem Anbaugebiet ist vor allem der Grad der Fermentation entscheidend für die Unterscheidung der Teesorten und -arten.

Wissensdurst

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